Start für die Modernisierung des Luisenburg-Betriebsgebäudes

Am Freitag, 6. August 2010 war es so weit: Der Grundstein für das Großprojekt zum Umbau und Erweiterung des Luisenburg Betriebsgebäudes wurde gelegt. Staatsminister Georg Fahrenschon war extra aus München angereist, denn schließlich hätten ihm Abgeordneter Martin Schöffel und Landrat Dr. Karl Döhler in dieser Angelegenheit in den letzten eineinhalb Jahren ständig nachgestellt und ihn sogar bis zur Regierungsbank verfolgt. Den beiden bescheinigte der Minister dann auch mehrfach, ein Duo mit großer Einsatzfreude, Dynamik und Energie zu sein. Der Einsatz hat für die Luisenburg hat einen positiven Eindruck hinterlassen: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Mandatsträgern der Region. Wir werden gemeinsam den Landkreis Wunsiedel so positionieren, wie er hingehört!“, so Fahrenschon.

Der Einsatz von allen Beteiligten und der Mut, gezielt in ein Leuchtturm-Projekt der Region zu investieren, hat sich am Ende gelohnt: Für die dringend notwendige Modernisierung des Betriebsgebäudes sagte die Staatsregierung eine Förderung von 60 Prozent der förderfähigen Kosten von 13,6 Millionen Euro zu. Damit fließen Gelder in Höhe von 8,149 Millionen Euro für den Umbau und Erweiterung der Luisenburg-Festspiele, zusätzlich zu den 400.000 Euro, die jährlich für den laufenden Betrieb zu Verfügung gestellt werden. Mit weiteren 4 Millionen Euro fördert die Oberfrankenstiftung das Projekt.

Bürgermeister Karl-Willi Beck strahlte zu Recht und dankte der Staatsregierung und der Oberfranken Stiftung für ihre großzügige Unterstützung. Er hätte sich niemals träumen lassen, dass in seiner Amtszeit ein so umfangreiches Projekt angestoßen werden könne. Damit sei der Theaterbetrieb auf Deutschlands erfolgreichster Naturbühne auch für die kommenden 120 Jahre gesichert, denn momentan seien die Räumlichkeiten schlicht nicht mehr zumutbar für einen modernen Theaterbetrieb. Aber der Winter habe in den kommenden beiden Jahren nur ein enges Zeitfenster von 20.12. bis 28.02, so Beck. Denn schließlich sollen die Arbeiten zum Start der Saison 2012 beendet sein. 

„Toi, toi, toi“ wünschte Intendant Michael Lerchenberg allen Beteiligten. Sein Ziel sei es, das neue Gebäude mit dem Geist der Luisenburg-Festspiele zu erfüllen und „noch besseres Theater zu machen“. Der Dreigesang des Festspiel-Ensembles forderte noch einmal ebenso eindringlich wie humorvoll  „Baut´s es um!“ und besang den aktuellen Theateralltag auf der Felsenbühne mit Mücken, Kälte und Skiunterwäsche.